Schiller’s Triumph in Leipzig
A Adolf Böttger
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Altın Yaprak
Zu hehrem Schauspiel reihten sich vor Jahren,
Dicht Bank an Bank und Sitz an Sitz gedrängt,
Erwartungsvoll der Hörer bunte Schaaren
Im Tempel, der Thalien’s Kunst umfängt
Rings Alles still – kein Athemzug – es lauschte
Das durst’ge Ohr der Dichtung heil’gem Klang,
Der freudelodernd von der Bühne rauschte
Und mild versöhnend in die Herzen drang.
„Kurz ist der Schmerz und ewig ist die Freude!“
Der Vorhang fällt – Entzücken faßt das Haus;
Des Dichters herzerschütternd Siegsgeläute:
Der Beifall bricht in stürm’schen Jubel aus!
Endlos erklingt’s – es stirbt des Dankes Rufen
Nur in des Jauchzens wonnetrunknem Schall;
Doch plötzlich drängt und treibt es nach den Stufen,
Nach dem Portal der Menge dichten Schwall.
Was geht durchs Volk für eine fromme Kunde?
Es fragt geheim, es flüstert andachtbang!
Und immer weiter fliegt’s von Mund zu Munde
Und schwillt zum feierlichen Donnerklang
„Hoch! Schiller, hoch!“ – es fällt ein grüner Regen
Von Lorbeerkränzen, weiße Tücher wehn;
Die Kinder hebt man jubelnd ihm entgegen,
Das Kind auch soll den größten Dichter sehn!
Und draußen harrt zur würdevollen Weihe
Mit blankem Schläger der Studenten Schaar,
Ein Hurrah! dröhnt es durch die lange Reihe,
Wo Fackel flammt an Fackel feurigklar.
Und tief gerührt, frei jetzt von Erdenschmerzen
In dem Triumph des schönsten Säulengangs,
Des Säulengangs, gebaut aus Menschenherzen,
Geht Schiller, der Gesalbte des Gesangs.
Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv
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