Der Christbaum im März

A Albert Moeser
0 Altın Yaprak
Rings umhaucht von Frühlingslüften In des Gartens fernstem Winkel, An den Bretterzaun gelehnt, Steht im März der alte Christbaum. Der vordem in Weihnachtstagen Hell gestrahlt im Lichterscheine, Kahl nun längst und bar des Schmuckes Trauert er im Sonnenlichte. Seltsam fremd schaut hin der Arme Auf das junge Blüthenleben; Knospen schon treibt der Hollunder; Ihm zu Füssen blüh’n die Primeln. Die ihn fröhlich einst umtanzten Im Decembermond, die Kinder, Würd’gen spielend keines Blick’s ihn, Und der Gärtner stößt ihn seitwärts. Selbst die Spatzen, die im Winter Schutz gesucht in seinen Zweigen, Schau’n verächtlich auf ihn nieder, Und wie Hohn erschallt ihr Zwitschern. Und er denkt: o ständ’ ich wieder Einmal noch im grünen Walde, Dürft’ ich blühen mit den Brüdern Und wie sie im Winde rauschen! Eitler Wunsch! Erkenntniß sagt ihm: Seine Zeit ging längst vorüber, Ueberflüssig und vergessen, Ist er längst sich selbst zur Last. Und er wünscht: Mitleid’ge Hand Machte rasch der Pein ein Ende, Bräch’ ihn ganz und ließ in Flammen Ihn empor zum Himmel lodern. Albert Moeser.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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