Hungersnot

E Erich Mühsam
0 Altın Yaprak
Viele Hunderttausende liegen tot, tief ins geschändete Ackerland von Eisengeziefer niedergestreckt. Aus ihren Gebeinen kriecht und droht und aus den Wüsten von Schutt und Brand – und nagt am Volksmark und saugt und leckt des Krieges Schwester, die Hungersnot. Sie nistet über Dächern und Tor, sie senkt sich über Menschen und Vieh, kreist über den Dörfern – ohne Laut. Kein Auge kann sie erspähn, kein Ohr; doch alle Sinne wittern sie, erschaudernd wirft sich jede Haut, und jedes Haar strafft sich empor. Die Blicke irren hohl und starr. Ein Kind zerrt bang an der Mutter Schurz. Zum Kirchhof fährt ein winziger Sarg. Der Ortsschulz und Gemeindepfarr beraten bleich. Ihr Atem geht kurz. Schon wird’s in der eigenen Küche karg. – „Wir haben gesiegt!“ lallt blöd ein Narr. Das Heer, das tot in der Fremde liegt, das schafft der Heimat kein Brot herbei. Doch viele zieht es sich nach in den Grund, die niemands Feind sind, von niemand bekriegt. – Millionen modern, von Jammer frei... Irr tönt aus dorrendem, lallendem Mund der Narren Ruf: „Wir haben gesiegt!“

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

Bu şiire çeviri ekle ·

Bu şiiri puanla

Henüz puan verilmemiş

Yıldıza dokunarak 1–10 arası puan ver

Yorumlar

Yorum yapmak için giriş yapmalısın.

Giriş yap

Bu şiire henüz yorum yapılmamış. İlk sen ol.

Sana daha iyi bir okuma deneyimi sunabilmek için sitemizde çerez kullanıyoruz. Kişisel verilerin KVKK ve GDPR kapsamında işlenir; hangi çerezlere izin verdiğini dilediğin zaman değiştirebilirsin.