Der Feind (Werfel)

F Franz Werfel Franz Werfel
0 Altın Yaprak
Der Feind Mein Feind, dem ich entgegenspeie, In meiner Brust versammelnd kleine Schreie Und in den Händen ohne Mut, Zerkrampfte Ohnmacht, halbverlöschte Wut. Mein Feind, du trittst auf einen Pflasterstein! Und da aus deinem Auge fällt der Abendschein, Der niedertropft in bläulich süßen Flammen. Und weinend, unter Schwalben, ungeheuer sinke ich zusammen. In mir steht der Erzengel groß, Versöhnung bricht unendlich los. Daß wir uns schlugen und zerrissen, Mit dumpfem Witz und List beschmissen, Daß wir dies trugen, jetzt erst kann ichs fassen, Dies Meucheln, dieses Auf-sich-tanzen-lassen. Dies schlechte Leiden, alten Rache Trick, Die Passion zu diesem Augenblick! Nun braust der Himmel als Posaunenmeer, Triumphtrompeten schnellen drunterher. Aus mir stürzt Liebe, Lieb’, Weltsinn, der dunkel lag. Und golden durch mich donnert jüngster Tag!

Kamu malı: şairin ölümünün üzerinden 70 yıldan fazla geçti.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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