Wie nichts erkennend

F Franz Werfel Franz Werfel
0 Altın Yaprak
Wie nichts erkennend Ich reichte einem Kranken meine Hand Und gab ihm Wunsch und Mitgefühl bekannt. Doch während treulich meine Worte waren, Sprach wohl ein Herz, das nur sich selbst empfand. Mittäglich sah ich einen Droschkenstand, Wo sich beweglich alte Gäule sonnten. Da hat ein klarer Kopf sich umgewandt Und tief durchfühlt traf mich ein schweres Auge. Bin aber dumpf des eigenen Wegs gerannt Und nicht durchfloß mich dieses Bruderleben. Am Abend hab’ ich heißes Wort genannt. Verzweiflung, Liebe, Sehnsucht nannt’ ich mein. Hah, Mein und Mein! Und immer diese Wand! Warum bin ich nicht durch die Welt gespannt, Allfühlend gleicherzeit in Tier und Bäumen, In Knecht und Ofen, Mensch und Gegenstand?! So ist’s mein Teil, sternhaft dahinzurollen, Gebunden zwar, doch niemandem verwandt, Wie nichts erkennend, so auch unerkannt.

Kamu malı: şairin ölümünün üzerinden 70 yıldan fazla geçti.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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