Sehnsucht nach der Schweiz

F Friederike Brun
0 Altın Yaprak
Sehnend denk’ ich Eurer stillen Hütten, Wo die Unschuld immer lächelnd wohnt; Wo die Einfalt väterlicher Sitten Reines Blut und muntres Alter lohnt. Thränen rinnen, denk’ ich Eurer Höhen, Eurer tiefen Thäler frisch umkränzt; Eurer Eisgefilde, Eurer Seen, Sanft vom Aetherhimmel überglänzt; Und der Wiesenplane, wo im Weiden Unter Kindern Ziegenheerden geh’n, Und der Kindheit zephyrgleiche Freuden Mit den Blütenflocken mich umwehn: Wo des Felsstrom’s nächtlich wildes Rauschen, Das der Abhang schwindelnd überblickt, Stumm der Hirt und seine Braut belauschen, Tief im Anschau’n seiner Kraft entzückt; Wo des Knaben braune Pfirsigwange Glänzend schwarzes Lockenhaar umwallt, Und aus voller Brust im Lenzgesange Kraftgefühl und Freiheitssinn erschallt; Wo Natur und Menschheit still vereinet, Hand in Hand, auf Himmelshöhen geh’n; Wo kein Auge bittre Thränen weinet, Frohe Blicke nur zum Himmel seh’n!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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