Die Rheingauer Glocken

F Friedrich Emil Rittershaus
0 Altın Yaprak
Wo’s guten Wein im Rheingau giebt, Läßt man den Mund nicht trocken. Drum, wer ein schönes Tröpfchen liebt, Beacht’ den Klang der Glocken! Merk’, ob du hörst den vollen Baß, Ob dünn und schwach der Ton summ’! Wo edle Sorten ruh’n im Faß, Da klingt es: Vinum bonum! Vinum bonum! Vinum bonum! Doch wo die Rebe schlecht gedeiht, Muß man die Aepfel pressen; Da wird gar klein die Seligkeit Dem Zecher zugemessen. Der Trank ist matt; das Geld ist rar. Man spart’ an Glock’ und Klöppel - Und von dem Thurm hört immerdar Man Eins nur: Aeppelpäppel! Aeppelpäppel! Aeppelpäppel! Mein Sohn, wo du den Ton vernimmst, Da kann dein Herz nicht lachen, Da rath’ ich, daß du weiter schwimmst In dem bekränzten Nachen, Doch wo das Baßgeläut’ erscholl, Da kehre nicht, mein Sohn, um, Da labe dich, der Andacht voll, Und singe: Vinum bonum! Vinum bonum! Vinum bonum!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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