Der Friedhof von St. Goar (Kämpchen)

H Heinrich Kämpchen
0 Altın Yaprak
Du Friedensport, wie keiner wohl geboten Die müden Waller in den Schlaf zu wiegen, Wo alle Gräber unter Rosen liegen, Du einz’ge Ruh’statt für die stillen Toten. – Durch deine Pforte bin ich eingegangen Im Julimonde, bei der Sonne Glühen, Ich wollte ausruh’n von den Reisemühen Ein wenig nur – du stillest mein Verlangen. – Und mehr, weit mehr – ich fühle mich entsündigt In deiner Ruh’ von meinem irren Jagen – Die Drosseln flöten und die Finken schlagen, Als ob sie frohe Botschaft mir verkündigt. – Der Bergwald rauschet, an den du gelehnet, Vom Rheine hör’ ich Schifferlieder klingen, Vielleicht, vielleicht wird noch die Lurlei singen – Mich faßt ein Beben und mein Auge tränet. – Schön bist du, Sankt Goar, dein Rheinfels oben Dräut wie ein Adler, der nach Beute spähet, Der Schiffe Segel sind vom Wind geblähet, Und doch – dein Kirchhof hat mich mehr erhoben.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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