Der Kater
H Hermann von Gilm
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Altın Yaprak
Ein Kater lebte lange Zeit
Zufrieden in der Ehe,
Bis ihn die Ungenügsamkeit
Erfasst mit ihrem Wehe.
Er hält sein Leben für gering
Und sich für ein verächtlich Ding
Und martert Weib und Kinder.
Der Kätzin geht gar tief der Schmerz
Des Gatten zu Gemüte,
Sie drückt ihn weinend an das Herz
Und spricht mit Lieb’ und Güte:
Dort geht die Sonn’ im Himmelsblau,
Die mächtigste, die grösste Frau,
Geh’ hin, um sie zu werben.
Der Kater geht von Hof und Haus
Und neigt sich vor der Sonne:
Allmächtig bist du, teilest aus
Auf Erden Licht und Wonne.
Die Sonne fällt ihm schnell ins Wort:
Nein, mächt’ger ist die Wolke dort,
Die kann mich ja verdunkeln.
Der Kater spricht zum Wolkenschiff,
Das eben Anker löste
Von einem hohen Felsenriff:
Halt an, du bist das Grösste!
Die Wolke, ein geschmeichelt Kind,
Errötet leicht und seufzt: Der Wind,
Der mich vertreibt, ist grösser.
Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv
Bu şiiri puanla
Henüz puan verilmemiş