Zum Keulenschwingen

J Joachim Ringelnatz Joachim Ringelnatz
0 Altın Yaprak
Die Merowinger sind weit verzweigt. Es lebte ein Merowinger, Den die Geschichte uns leider verschweigt, Ein wackerer Keulenschwinger. Mit beiden Händen und Leidenschaft Schwang er die Keulen, die schönen. Er schwang sie mit barbarischer Kraft Unter leisem teutonischen Stöhnen. Er teilte die Lüfte und teilte vorbei Mit seiner gewuchtigen Keule. Er schlug seiner Mutter die Backe entzwei, Erschlug seine Kinder und Gäule. Erschlug mit übernatürlicher Kraft Des Königs wieherndes Vollblut. Da wurde er aber fortgeschafft In eine Zelle für Tollwut. Man nahm ihm die Keule, er konnte nicht mehr Sie schwingen in sausenden Kurven. Die Zelle ward still und nahezu leer, Man hörte nur Schritte schlurfen. Doch eines Tages dröhnte es dumpf. Der Wächter tät sich beeilen. Da sah er einen niedrigen Rumpf Mit seinen leibeigenen Keulen Die Wände der Zelle verbeulen. Da fing der Mann an zu heulen.

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Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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