Der zufriedene Dichter

J Johann Baptist von Alxinger
0 Altın Yaprak
O HErr, nicht Armuth hast du mir, Du hast mir Reichthum nicht beschieden, Deß, lieber Gott! deß dank’ ich dir, Bin immer fröhlich und zufrieden. Kan manches leiden in der Welt; Kans leiden, daß mich mein Verleger Mit Koth bespritzt, daß an mich prellt Ein Läufer, oder Sänftenträger. Kans leiden, daß ein reicher Narr, Und hinterher ein ganz Gedränge, Stallmeister, Reitknecht und Husar Durch die Allee des Praters sprenge. Kans leiden, daß sich seinen Bauch Mit Austern füllt ein edler Fresser, Mir schmeckt mein kleines Nachtmahl auch Manchmal so gut, und manchmal besser. Gesetzt, mir Thoren fiel’ es ein, Die andern Thoren zu beneiden; Es würde doch nicht anders seyn, Und wollt’ ichs nicht, so müßt’ ichs leiden. Weiß wohl, das menschliche Geschlecht Hat immer was zu raisoniren, Nie machts der liebe Gott ihm recht, Stets wills ihn in die Schule führen. Dann freylich lebt es nur zur Quaal, Nur mit dem tauben Glück zu keifen, Ha! ich will wahrlich nicht die Zahl Der undankbaren Menschen häufen. Wer mir aus blosser Güte gab Dies muntre, sorgenfreye Leben, Wird, so ich etwas nöthig hab’, Auch dieses noch dazu mir geben.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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