Die Brünette (Alxinger)

J Johann Baptist von Alxinger
0 Altın Yaprak
Gesehen, ja gesehn, die göttlichste Brünette, O Abend, mir ein Wonnefest! Denn Amor heftete mit untrennbarer Kette Ihr Bild an meine Seele fest. Die dunkle Schelmenaug; voll von verhaltnem Feuer, Und fähig zu der Liebe Wuth, Die Haar, wie Ebenholz, das unterm leichten Schleyer Des Dünntuchs doppelt Wunder thut. Die Weisse dieser Stirn’, erhöht von Augenbraunen, Wie Raben schwarz, wie Seiden fein; Dies weiche Kinn, umschwebt von Scherz, von süssen Launen, Und von der Liebe Tändeleyn: Dies Füßchen, nymphenhaft; der Wuchs, o ihn umspannen Wär Himmelsfreude! herrlich steht Sie unter Mädchen da; wie unter kleinen Tannen Die Königin des Waldes steht. Und, o wenn ihre Hand, hin über dem Klaviere So leicht, so küssenswürdig schwebt, Wenn, sanfter als der Hauch hinwallender Zephyre, Sich ihre Silberstimm’ erhebt. Weh mir! da pocht mein Herz, da glühet meine Wange, Gleich Stürmen treibt es mich herum: Hoch drängt sich auf in mir ein inniges Verlangen, Doch, ach! mein Auge selbst ist stumm. Der Boden wanket hin, flieht unter meinen Füssen, Und lechzend schwör’ ich, Liebe, dir, Nur Einen, Einen nur von dieses Engels Küssen, Und o mein Leben nimm dafür!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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