Emancipation

J Johann Karl Wilhelm Geisheim
0 Altın Yaprak
Ja, die Fastnacht! – die gefällt, Ist der Lenz im Winter, Aber von dem Fasten hält Man nicht viel dahinter; Denn der Mensch hat’s Fleisch zu lieb, Und umsonst deshalb schon schrieb Paul an die Corinther. Nach der Fastnacht Buße thun Auf dem Aschensacke, Sich kastein, das ist nicht nun Nach dem Zeitgeschmacke; Lieber denket Jeder dran, Daß er sacke, was er kann, Als es sich abzwacke. Auf Gewerbefreiheit pocht Auch des Menschen Magen, Nie genug wird ihm gekocht, Sattsam aufgetragen; Durch der Fasten Brauch genirt, Hat er sich emancipirt Drum in unsern Tagen. Aber wer sich nennet frei, So wie wir uns nennen, Dessen Leib nicht kommt es bei, Sich vom Geist zu trennen; Und der Fastenpredigt Sinn, Zu der Lebenslust Gewinn, Fröhlich wir erkennen. Unsre Fastnacht hauet nicht Über Schnur und Stränge; Unser Magen ehret Licht, Sitten und Gesänge, Die uns mahnen: Faste, Herz, Ehe dich der Reue Schmerz Wider Willen zwänge. Aber fern doch von uns sei In dem lieben Leben Grämliche Kopfhängerei Bei Gesang und Reben. Unsre Tafel schmückt das Glas; Doch, wie trifft man’s rechte Maß? – Ja, – das ist es eben!!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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