Faschingslied

J Johann Karl Wilhelm Geisheim
0 Altın Yaprak
Mir ergreift, ich weiß nicht wie Faschingsduft die Nase; Freude schäumt entgegen mir Aus dem vollen Glase; Dennoch sitz’ ich ehrbar da, Wie die Jungfer Base, Scheue mich, ein Narr zu sein, Wie beim Schuß der Hase. Ja, die steifen Leutchen dort Könnten’s übel nehmen, Würden meiner Pritsche sich Und der Kappe schämen. Weil sich dies und das nicht schickt, Muß ich mich bequemen, Meiner Narrheit frohen Muth Steif und stumm zu lähmen. Denn, um heut ein Narr zu sein In dem Zeitgeschmacke, Brauchen wir nicht den Hanswurst, Noch die bunte Jacke; Brauchen wir nicht Witz noch Lust, Schnurre nicht, noch Schnacke; Still und heimlich steckt der Narr Selbst im schwarzen Fracke. Also freilich haben wir Fasching alle Tage, Und es ist fürwahr die Zeit Voll von Narrenplage. Toll ist jetzt die Welt genug, Das ist keine Frage; Lieber doch wär’ ich ein Narr Nach dem alten Schlage. Darum klinge nicht umsonst Heute mir die Schelle, Nicht vergebens sprudle mir Süß die Nektarquelle; Drücke, Lust, mich an dein Herz, Daß es hoch mir schwelle; Fahre, Narrheit, aus, und mach’ Zeit und Leben helle.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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