Abschied von der Junggesellenzeit

K Kurt Tucholsky
0 Altın Yaprak
Abschied von der Junggesellenzeit von Theobald Tiger Agathe, wackel nicht mehr mit dem Busen! Die letzten roten Astern trag herbei! Laß die Verführungskünste bunter Blusen, das Zwinkern laß, den kleinen Wollustschrei .. Nicht mehr für dich foxtrotten meine Musen – vorbei – vorbei ... Es schminkt sich ab der Junggesellenmime: Leb wohl! Ich nehm mir eine Legitime! Leb, Magdalene, wohl! Du konntest packen, wenn du mich mochtest, bis ich grün und blau. Geliebtendämmerung. Der Mond der weißen Backen verdämmert sacht. Jetzt hab ich eine Frau. Leb, Lotte, wohl! Dein kleiner fester Nacken ruht itzt in einem andern Liebesbau ... Lebt alle wohl! Muß ich von Kindern lesen: Ich schwör sie ab. Ich bin es nicht gewesen. Nur eine bleibt mir noch in Ehezeiten – in dieser Hinsicht ist die Gattin blind –, Dein denk ich noch in allen Landespleiten: Germania! gutes, dickes, dummes Kind! Wir lieben uns und maulen und wir streiten und sind uns doch au fond recht wohlgesinnt ... Schlaf nicht bei den Soldaten! Das setzt Hiebe! Komm, bleib bei uns! Du meine alte Liebe –!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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