Danach (Tucholsky)

K Kurt Tucholsky
0 Altın Yaprak
Es wird nach einem Happy-end im Film jewöhnlich abjeblendt. Man sieht bloß noch in ihre Lippen den Helden seinen Schnurrbart stippen – da hat sie nu den Schentelmen … Na, un denn –? Denn jehn die Beeden brav ins Bett. Na ja … diss is ja auch janz nett. A manchmal möcht man doch jern wissen: Wat tun se, wenn se sich nich kissen? Die könn ja doch nich imma penn …! Na, un denn? Denn säuselt im Kamin der Wind. Denn kricht det junge Paar n Kind. Denn kocht sie Milch. Die Milch looft üba. Denn macht er Krach. Denn weent sie drüba. Denn wolln sich Beede jänzlich trenn … Na, un denn? Denn is det Kind nich uffn Damm. Denn bleihm die Beeden doch zesamm. Denn quäln se sich noch manche Jahre. Er will noch wat mit blonde Haare: vorn dof und hinten minorenn … Na, un denn? Denn sind se alt. Der Sohn haut ab. Der Olle macht nu ooch bald schlapp. Vajessen Kuß und Schnurrbartzeit – Ach, Menschenskind, wie liecht det weit! Wie der noch scharf uff Muttern war, det is schon beinah nich mehr wahr! Der olle Mann denkt so zurück: Wat hat er nu von seinen Jlück? Die Ehe war zum jrößten Teile vabrühte Milch un Langeweile. Un darum wird beim Happy-end im Film jewöhnlich abjeblendt.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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