Ehekrach
K Kurt Tucholsky
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Altın Yaprak
„Ja –!“
„Nein –!“
„Wer ist schuld?
Du!“
„Himmeldonnerwetter, laß mich in Ruh!“
– „ hast Tante Klara vorgeschlagen!
läßt dir von keinem Menschen was sagen!
hast immer solche Rosinen!
willst bloß, ich soll verdienen, verdienen –
hörst nie. Ich red dir gut zu…
Wer ist schuld –?
Du.“
„Nein.“
„Ja.“
– „ hat den Kindern das Rodeln verboten?
schimpft den ganzen Tag nach Noten?
Hemden muß ich stopfen und plätten?
passen wieder nicht die Betten?
muß man vorn und hinten bedienen?
dreht sich um nach allen Blondinen?
Du –!“
„Nein.“
„Ja.“
„Wem ich das erzähle …!
Ob mir das einer glaubt –!“
– „Und überhaupt –!“
„Und überhaupt –!“
„Und überhaupt –!“
*
Ihr meint kein Wort von dem, was ihr sagt:
Ihr wißt nicht, was euch beide plagt.
Was ist der Nagel jeder Ehe?
Zu langes Zusammensein und zu große Nähe.
Menschen sind einsam. Suchen den andern.
Prallen zurück, wollen weiter wandern…
Bleiben schließlich… Diese Resignation:
Das ist die Ehe. Wird sie euch monoton?
Zankt euch nicht und versöhnt euch nicht;
Zeigt euch ein Kameradschaftsgesicht
und macht das Gesicht für den bösen Streit
lieber, wenn ihr alleine seid.
Gebt Ruhe, ihr Guten! Haltet still.
Jahre binden, auch wenn man nicht will.
Das ist schwer: ein Leben zu zwein.
Nur eins ist noch schwerer: einsam sein.
Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv
Bu şiiri puanla
Henüz puan verilmemiş