Wenn eena dot is

K Kurt Tucholsky
0 Altın Yaprak
Wenn eena dot is, kriste n Schreck. Denn denkste: Ick bin da, un der is weg. Un hastn jern jehabt, dein Freund, den Schmidt, denn stirbste n kleenet Sticksken mit. Der Rest is Quatsch, Der Pfaffe, schwarz wien Rabe, un det Jemache an den offnen Jrabe … Die Kränze …! Schade um det Jeld. Und denn die Reden – hach du liebe Welt –! Da helfen keine hümmlische Jewalten: die Rede muß der Dümmste halten. Un der bepredicht sich die schwarze Weste un hält sich an Zylinder feste. Wat macht der kleene Mann, wenn eena sanft vablich? Er is nich hülflos – er ist feialich. Leer is de Wohnung. Trauer, die macht dumm. Denn kram se so in seine Sachen rum. Der Tod bestärkt die edelsten Jefühle, un denn jibs Krach, von wejn die Lederstühle. Der Zeitvesuv speit seine Lava. Denn sacht mal eena: „Ja, wie der noch da wah –!" Denn ween se noch n bisken hinterher, und denn, denn wissen se jahnischt mehr. Wenn eena dot is, brummts in dir: Nu is a wech. Wat soll ickn denn noch hier? Man keene Bange, det denkste nämlich jahnich lange. ne kleine Sseit, denn is soweit: Denn lebst du wieda wie nach Noten! Keener wandert schneller wie die Toten.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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