Eines Tages

O Otto Ernst
0 Altın Yaprak
Durch die silberflimmernden Gardinen, Über rote Blumen floß ins Zimmer Immer-immerfort die Sommersonne; Am Piano saß das blonde Mägdlein; Unter seinen rosenzarten Fingern Sprangen flink und hell empor die Töne, Klang das Liedlein „Mit dem Pfeil, dem Bogen“ – Aber was ergriff den Mann im Zimmer Nebenan? Den Blick noch kaum erhob er, Kaum dem Klange neigt er noch das Ohr – Packt ein Schütteln ihn bei beiden Schultern; In die Hände drückt er jäh das Antlitz, Und ihn wirft ein wildes, stummes Weinen. Weckt’ ihm wohl das Lied ein tot’ Erinnern? Eines längst versunk’nen Frühlings Helle? Nein. Des Menschen Herz ist eine Schale, Die die ungeweinten Tränen auffängt, Alle, alle unvergoss’nen Tränen Aufhebt einem unbekannten Tag. Tränen, die dein Aug’ im Jugendlachen, In der Mannheit Stolz, im Rausch des Kampfes Einst zurückwies, sammelt still die Schale, Tränen selbst, um die du nie erfahren, Stumm-geheim vom Leben zubereitet, Sammelt sie auf einen stillen Tag. Ist der unbekannte Tag gekommen, Braucht es nichts als einer Blume Atem, Eines Sonnenstrahls geheimes Klingen Oder eines Liedes Flügelwehn – Über strömt die übervolle Schale, Und dein Leben sinkt, ertrinkt im Schmerz. Von den Armen hob den Kopf er langsam, Starrte über Nahes in die Ferne, Und in feuchter, silberreiner Helle Stieg aus Tränenfluten ihm die Welt. Durch die silberflimmernden Gardinen, Über rote Blumen floß die Sonne, Und von leisen, rosenzarten Fingern Klangs: „O wunderschön ist Gottes Erde“.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

Bu şiire çeviri ekle ·

Bu şiiri puanla

Henüz puan verilmemiş

Yıldıza dokunarak 1–10 arası puan ver

Yorumlar

Yorum yapmak için giriş yapmalısın.

Giriş yap

Bu şiire henüz yorum yapılmamış. İlk sen ol.

Sana daha iyi bir okuma deneyimi sunabilmek için sitemizde çerez kullanıyoruz. Kişisel verilerin KVKK ve GDPR kapsamında işlenir; hangi çerezlere izin verdiğini dilediğin zaman değiştirebilirsin.