Dirnenlied (Hoechstetter)
S Sophie Hoechstetter
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Altın Yaprak
EIN DIRNENLIED
Einst, da ich liebte, war ich schön wie Gott
Ja, ich war herrlich, gleich den Ungewittern
Die über welterstarrter Winternot
Erzittern –
Einst, da ich liebte, war mein Mund voll Blut
Und meine Augen glühten gleich Gestirnen
In irrer Glut –
Jetzt geh’ ich mit den Dirnen –
Ich nehme die Liebe von jedem Munde,
Ich nehme die Lust zu jeder Stunde,
Ich liege am Grunde
Dort, wo der Ekel ist.
Ich suche – und lache meinem Funde
Zu schlecht für die Hunde
Zum flüchtigen Bunde.
Aber etwas in mir es nimmer vergißt:
Einst, da ich liebte, war mein Mund voll Blut
Und meine Seele schrie in seligem Entstarren
Und eine Welt erstand aus dunkler Glut –
Jetzt bin ich leer – dem Lachen gleich von Narren.
Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv
Bu şiiri puanla
Henüz puan verilmemiş