Ein Mutterlied

S Sophie Hoechstetter
0 Altın Yaprak
EIN MUTTERLIED Wir dachten einst, was in uns lebt, Kommt uns erhöht noch in den Kindern wieder Gleich einem Rausch, der nimmer stirbt – Wir dachten einst, die Welle, die uns hebt, Stürmt fort in ihnen, wie die hohen Lieder, Mit denen uns die Liebe wirbt. Uns trug die Welle einer Leidenschaft, Uns trug der Freiheit und des Willens Kraft, Wir wollten voll Inbrunst und frohem Schrecken Titanenseelen erwecken. – – – – – – – – – – – – – – – – Mein kleiner Niels, der freit die reiche Braut – Mein kleiner Frank ist Pfründenhüter worden – Und aus den Augen meiner Tochter schaut Die Selbstsucht, die gewinnt an allen Orten – Und meine Jüngste, über deren Bett Einst meine ersten Witwentränen flossen, Ist eine Tänzerin und tanzt vor dem Parkett Beethovens Trauermarsch, den Leidgenossen, Denselben, den sie an dem Tage spielten, Als sie die Erde auf das Grab dir wühlten. – – – – – – – – – – – Oh alle sind sie „gut“ Und alle tragen Ehre An ihrem Namen –

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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