Die Fahne Schwerins (Fontane)

T Theodor Fontane
0 Altın Yaprak
Im Arsenal, dem alten, Zu Petersburg am Dock, Zersplittert und zerspalten Steht ein alter Fahnenstock; Er steht in seiner Ecken An die hundert Jahre nun, Mit den andern Fahnenstöcken Hat er nichts zu thun. Der Fahnen jüngste schmunzelt: „He, Kamerad im Eck, Warum so viel gerunzelt? Das bringt uns nicht vom Fleck; Nicht ewig stumm und einsam Und nicht so steif-apart, Gesellig hübsch, gemeinsam Und etwas Lebensart.“ Der drauf: „An Schaftes Runde Sieh hier den Silberring, Er deckt die breite Wunde, Die ich bei Prag empfing, Zersplittert hat, zerspalten Die Kugel mich von Erz, Schwerin', der mich gehalten, Dem ging sie durch das Herz. „Wen solch ein Held getragen, In solcher Preußenstund’, Dem will es nicht behagen Auf fremdem, russischen Grund, Der will unter Trommelchören In Berlin im Zeughaus stehn Und den Dessauer'' wieder hören, Und von Hohenfriedberg den.“ Im Arsenal, dem alten, Zu Petersburg, am Dock, Zersplittert und zerspalten, Sprach so der Fahnenstock. Die andern nickten leise, Der Zugwind wehte sacht, Immer stiller ward’s im Kreise; – Ein Stern schien durch die Nacht.“*)

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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