Kaiser Blanchebart (Fontane)

T Theodor Fontane
0 Altın Yaprak
Vor seinem Heergefolge ritt, Von seinem Volk umschaart, Inmitten von Helden und Prinzen, An der Spitze seiner Provinzen, Der Kaiser Blanchebart. Er grüßt und sitzt auf hohem Roß Und sinnet das und dies: Er hält am Sadowa-Walde, Auf der Gravelotter Halde Und vor Sedan und Paris. Er lächelt still; ihm ward zu Traum Die lange Kriegesfahrt, Es schaukeln und schwanken die Reiser Und rings jubelt’s: es lebe der Kaiser, Der Kaiser Blanchebart. Und an der Straß’ und an dem Thor, Da halten Frau und Mann, Und sie heben empor ihren Knaben, Den einzigen, den sie haben, Und sprechen: „sieh ihn Dir an! „Sieh ihn Dir an und vergiß ihn nicht, Der ist von sondrer Art, Im Dienst allzeit das Schwerste, Und in Feld und Pflicht der Erste, Das ist Kaiser Blanchebart.“ Der Kaiser sah den Knaben an, Den überlief es heiß, Alle Herzen sprachen Segen Und hernieder fiel ein Regen Von Blüthen roth und weiß. Gott mit Dir, Herr, und kommt der Tag, Der noch keinem wurde gespart, Dann wie aus Märchen-Tagen Werden wir singen und sagen Vom Kaiser Blanchebart.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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