Unser Friede

T Theodor Fontane
0 Altın Yaprak
Ein Sommertag, wo man zu tiefer Siesta sich verpflichtet hält, Wo Mücken nur und Ungeziefer So recht lebendig in der Welt, Wo giftger Pesthauch auf zum Himmel Aus stehenden Gewässern steigt, In deren Schlamm sich das Gewimmel Vielbeinigen Gewürmes zeigt: Das ist der Friede, der uns schlimmer Als je ein Krieg zu werden droht, Als je ein Krieg, der uns noch immer Ein offen Feld für Thaten bot; Genüssler hegt jetzt unsre Jugend, Und Stockgelehrte allenfalls, Doch jeder Kraft und Männertugend Brach dieser Friede schon den Hals. – Doch wird die Sonn’ erst unerträglich, Und dörrt den Wald, und sengt die Flur, Da hilft sich, auf gut-sommertäglich, Mit einem Schlage die Natur: Die Donnerwolke blitzt und wettert, Und nimmt der Luft den giftgen Hauch, Und wird auch mancher Baum zerschmettert, In faule Sümpfe schlägt es auch. Welch Friede , wenn segenstrahlend Die Sonn’ im Westen untergeht, Und dunkle Purpurrosen malend, Der Himmel wie in Flammen steht! Wir baden uns im Hauch der Frische, Wie neugeboren ist das All, Und in des Baumes Blätternische Schlägt lieblicher die Nachtigall.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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