Blümlein Vergißmein

W Wilhelm Müller
0 Altın Yaprak
Was treibt mich jeden Morgen So tief in’s Holz hinein? Was frommt mir, mich zu bergen Im unbelauschten Hain? Es blüht auf allen Fluren Blümlein Vergiß mein nicht, Es schaut vom heitern Himmel Herab in blauem Licht. Und soll ich’s niedertreten, Bebt mir der Fuß zurück, Es fleht aus jedem Kelche Ein wohlbekannter Blick. Weißt du, in welchem Garten Blümlein Vergiß mein steht? Das Blümlein muß ich suchen, Wie auch die Straße geht. ’S ist nicht für Mädchenbusen, So schön sieht es nicht aus: Schwarz, schwarz ist seine Farbe, Es paßt in keinen Strauß. Hat keine grüne Blätter, Hat keinen Blütenduft, Es windet sich am Boden In nächtig dumpfer Luft. Wächst auch an einem Ufer, Doch unten fließt kein Bach, Und willst das Blümlein pflücken, Dich zieht der Abgrund nach. Das ist der rechte Garten, Ein schwarzer, schwarzer Flor: Darauf magst du dich betten – Schleuß zu das Gartenthor!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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