Allein!

A Ada Christen
0 Altın Yaprak
Einsam stand ich auf den Bergen, Wo der Falke kreischend flog, über schneebedecktem Gipfel Seine stillen Kreise zog. Einsam lag ich auf der Haide Wenn die Sonne untersank, Und der dürre glüh’nde Boden Gierig feuchte Nebel trank. Einsam saß ich oft am Meere, Dessen alter Klaggesang Bald wild-zornig, bald süß-traurig, Bald wie dumpfes Schluchzen klang. Einsam irrt ich durch die Wälder, Nur die Eul’ am Felsenriff War mein krächzender Gefährte Und der Wind, der wimmernd pfiff. Einsam litt ich – aber tröstend War die hehre Einsamkeit – Nicht allein trug ich mein Elend, Die Natur verstand mein Leid! Doch allein – so ganz alleine – Abgrundtief von Euch entfernt, Fand ich mich in Euren Sälen – Als ich Euch versteh’n gelernt!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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