Deutsche Pfingsten

A Albert Traeger
0 Altın Yaprak
Schwer war die lange Leidenszeit, Gewaltig auch das Auferstehen, Noch hat in solcher Herrlichkeit Die Welt kein Osterfest gesehen; Der todesfrohen Helden Blut, Des ganzen Volkes Opfermuth Und Gott, der Tapferkeit verbündet, Sie flochten unsern Siegeskranz Und haben neu mit ew’gem Glanz Das alte deutsche Reich begründet. Doch was an Ostern auch vollbracht, Vergeblich bleibt’s und unvollendet, Wenn nicht des heil’gen Geistes Macht Den Segen und die Weihe spendet. In vollem Reifen steht die Saat, Die wunderbare Feier naht, Vom Maienlichte hold umflossen, Fromm beugt sich Alles ihrem Hauch, Nun sei auf Deutschlands Blüthen auch Der Pfingsten Flammenstrahl ergossen! Treu hast Du für den heil’gen Geist Als sein Apostel stets gelitten, In Noth und Finsterniß zumeist Mit allen Schergen kühn gestritten; Jetzt endlich wieder eins und groß, Mein deutsches Volk, der Fesseln los, Verleugne nicht den Herrn und Meister, Er führte Deines Schwertes Streich, Ihm sei geweiht das neue Reich Zur festen Burg der freien Geister! Noch schwankt die Wage, in’s Gewicht Wirf Deines Sieges ganze Schwere Und rufe stolz: „Es werde Licht Zu Gottes und der Menschheit Ehre!“ Vom Gott der Wahrheit lasse nie, Doch fürder beuge sich kein Knie, Die falschen Götzen anzubeten, Und zischt um Dich die blinde Wuth, Du wirst der ekeln Natternbrut Den giftgeschwoll’nen Kopf zertreten!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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