Deutsche Kunst in Bild und Lied
A Albert Traeger
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Altın Yaprak
Was in Liedern und in Bildern,
Tönen oder Farben lebt,
Was zu schaffen und zu schildern
Sich des Künstlers Geist bestrebt,
Alles Schöne wird gefallen,
Das die Sinne leicht besticht;
Doch im Herzen widerhallen
Kann nur, was zum Herzen spricht.
Eh’ die Sonne voll erglühte,
Duften auch die Blumen nicht;
Schönheit ist des Lebens Blüthe,
Wachgeküßt vom Himmelslicht;
Aber kalt sind ihre Triebe,
Und der süße Zauber fehlt,
Bis der warme Hauch der Liebe
Sie mit süßem Duft beseelt.
Rastlos nach der Schönheit ringen
Soll, wer sich der Kunst ergiebt,
Den nur lohnet das Gelingen,
Der aus ganzer Seele liebt’;
Flücht’gen Beifall zu erraffen,
Mühe sich der nied’re Geist,
Mit dem Herzen muß er schaffen,
Wer ein wahrer Künstler heißt.
Preis und Ehre dir vor Allen,
Die von Lieb’ und Schönheit glüht,
Ueberall mußt du gefallen
Jedem innigen Gemüth’,
Die das Herrlichste vollendet,
Stets die falschen Wege mied
Und zum Herzen sich gewendet:
Deutsche Kunst in Bild und Lied!
Schlicht, wie deiner Fluren Zierde,
Treu, wie deines Volkes Sinn,
Giebst du, sonder Ruhmbegierde,
Rein und wahr dein Bestes hin,
Und es spricht aus deinem Streben
Um der warmen Herzen Gunst:
„Kunst ist Lieb’ um Schönes weben,
Lieb’ des Herzens schönste Kunst.“
Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv
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