Wäscher-Nettel

A Albrecht von Wickenburg
0 Altın Yaprak
Nettel, stell’ die Arbeit ein, Lass’ die Wäsche Wäsche sein! Heute geht’s zum tollen Reigen, Und die froh’sten Wiener Geigen Jauchzen durch den weiten Saal. – Kopftuch nimm und Samtkorsettel, Putz’ dich, putz’ dich, fesche Nettel, Für den Wäschermädelball! Kommen and’re hochfrisiert, Fein und modisch aufgeziert, Bleib’ du bei der Tracht, der alten, Nimm dein Röcklein, kurz in Falten, Weisse Strümpflein, stramm und prall, Kopftuch nimm und Samtkorsettel, Putz’ dich, putz’ dich, fesche Nettel, Für den Wäschermädelball! Gäste laden kunterbunt Lichtenthal und Thury-Grund, Alle tanzen flott und wacker: Kavalier und sein Fiaker, Infant’rist und Korporal! Drum nur schnell ins Samtkorsettel, Putz’ dich, putz’ dich, fesche Nettel, Für den Wäschermädelball! Ei, wie schaut der Schorschel drein, Tritt die saub’re Nettel ein! Selbst ein Küsslein – ganz in Ehren – Brauchst ihm heute nicht zu wehren, Niemand merkt’s im tollen Schwall. Klopft’s dir unterm Samtkorsettel? Putz’ dich, putz’ dich, fesche Nettel, Für den Wäschermädelball! Nettel, stell’ die Arbeit ein, Lass’ die Wäsche Wäsche sein! Heute geht’s zum tollen Reigen, Und die froh’sten Wiener Geigen Jauchzen durch den weiten Saal! In die Ecke all’ den Bettel! Putz’ dich, putz’ dich, fesche Nettel, Für den Wäschermädelball!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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