Rast an der Quelle
A Anton Ohorn
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Altın Yaprak
Der Sommer liegt auf dem waldigen Thal;
Durch die Blätter blitzt sein heißer Strahl.
Zwei Rosse traben selbander so sacht
Durch der Buchenhallen gründämmernde Pracht.
Es sitzt die Maid auf dem weißen Roß,
Auf dem dunkelfarb’nen der junge Genoß.
„Wie stumm, mein Knappe!“ – „Herrin, verzeiht,
Ich trage im Herzen gar heimliches Leid.“ –
„Und doch war allzeit beredt Dein Mund?
Erzähl’ mir ein Märchen zu dieser Stund’!“ –
„Ihr habt zu gebieten; es sei Euch zu Dank
Die Märe, die Meister Gottfried einst sang!“ – -
Von den Lippen rollt’s ihm wie flüssiges Gold;
Er erzählt von Tristan und von Isold,
Und wie sie sich liebten so heiß und traut,
Obwohl sie von Cornewals König die Braut.
Wär’ die Seel’ auch verloren und himmlisches Glück,
Sie mußten sich lieben – das war ihr Geschick.
Sie konnten nicht lösen den süßen Bann,
Den ein Wundertrank ihnen angethan. –
Der Knab’ hat geendet: nun flüstert er bang:
„Glaubt, Herrin, Ihr an den Zaubertrank?“
Sie lächelt: „Ich wär’ ihn zu trinken gewillt,
Wenn er den Durst mir, den brennenden, stillt.“
Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv
Bu şiiri puanla
Henüz puan verilmemiş