Der Triumphbogen

C Conrad Ferdinand Meyer
0 Altın Yaprak
Ein leuchtend blauer Tag. Ein wogend Aehrenfeld, Daraus ein wetterschwarzer Mauerbogen steigt. In seinem kurzen Schatten schläft das Schnittervolk. Allein emporgerichtet sitzt die schönste Maid, Des Landes Kind, doch welchen Lands? Italiens! Ein strenggeschnittnes, musenhaftes Angesicht, Am halbzerstörten Sims des Bogens hangt der Blick, Als müht’ er zu enträthseln dort die Inschrift sich. (Wenn nicht des Auges Dunkel von dem Liebsten träumt.) Sie hebt die erste sich, erweckt die Schnitterschar, Ergreift die blanke Sichel, die im Schatten lag, Und schreitet herrlich durch das golden wogende Korn, Umblaut vom Himmel als ein göttliches Gebild. S’ist Klio, die das Alterthum enträthselnde, Vergilbten Pergaments und der Archive müd, Gelockt vom Rauschen einer überreifen Saat, Wird sie zur starken Schnitterin. Die Sichel klingt.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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