Die Bank des Alten

C Conrad Ferdinand Meyer
0 Altın Yaprak
Ich bin einmal in einem Thal gegangen, Das fern der Welt, dem Himmel nahe war, Durch das Gelände seiner Wiesen klangen Die Sensen rings der zweiten Mahd im Jahr. Ich schritt durch eines Dörfchens stille Gassen. Kein Laut. Vor einer Hütte saß allein Ein alter Mann, von seiner Kraft verlassen, Und schaute feiernd auf den Firneschein. Zuweilen, in die Hand gelegt die Stirne, Seh’ ich den Himmel jenes Thales blaun, Den Müden seh’ ich wieder auf die Firne, Die nahen, selig klaren Firne schaun. S’ist nur ein Traum. Wohl ist der Greis geschieden Aus dieser Sonne Licht, von Jahren schwer; Er schlummert wohl in seines Grabes Frieden Und seine Bank steht vor der Hütte leer. Noch pulst mein Leben feurig. Wie den Andern Kommt mir ein Tag, da mich die Kraft verrät; Dann will ich langsam in die Berge wandern Und suchen wo die Bank des Alten steht.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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