Madame Adèle (Wolzogen)

E Ernst von Wolzogen
0 Altın Yaprak
Je suis Adèle, la reine blonde – On me connait, messieurs, parbleu! Je suis la reine, la reine, la reine du Demimonde. Adèle est là – faites votre jeu! Oh jeh, oh ji, hab’ nur ka Angst – Ich sing’ auch deutsch, wenn’s d’ es verlangst, Denn mein Franzö’sch g’langt nur – oh jeh! Zum Hausgebrauch fürs Variété! Ein Franzos’ ist nur mein Schneider – Echt Paris sind diese Kleider. Und drunter, das ist auch kein Quark: C’est un jupon pour achtzig Mark, Die seid’nen Strümpf’ kriegst schon für acht – Trulala, Trulala – Was glaub’n Sie, wie das glücklich macht! Nicht immer wühlt’ ich so in Spitzen, Einst trug ich Barchent und Flanell – Ich musste tipp-tipp-tipp an der Maschine sitzen, Und auch die Feder führt’ ich schnell, Ole, Oli – ’s war wenig da – Und ein Korsett verbot Mama, Doch unverfälscht und g’sund dazu, Wie warme Milch, frisch von der Kuh! Abends kriegt’ ich Käs’ und Rettich, Und dann kroch fein satt ins Bett ich – – – Jetzt jede Nacht im Separé Mit feschen Herren ein Souper! Da schleck’ ich, bis das Mieder kracht – – Trulala, Trulala – Was glaub’n Sie, wie das glücklich macht! Ich zählte eben siebzehn Jahre, Da nahte schon sich mein Geschick: Ein Herr vergaffte sich in meine blonden Haare Und in den veilchenblauen Blick.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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