Ballade vom verkauften Assessor
E Ernst von Wolzogen
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Altın Yaprak
In Bozen war’s, vor’m schwarzen Greifen,
Am Platze, wo Herr Wolter steht,
Zur Zeit, da schon die Kirschen reifen,
So Mitte Mai – und abends spät.
Die grellen Bogenlampen strahlten,
Fahlgelb erschien der Mond vor Neid –
Die Gäste stunden auf und zahlten,
Dieweil um zehn Uhr Schlafenszeit.
Nur einer schnippelt mit dem Messer
An seinem Käse noch herum,
Aus Luckenwalde ein Assessor,
Und schaut ins Bierglas stier und stumm.
Und ihm zur Seite sitzt die Gattin –
Auch aus der Gegend, wie es scheint –
Erst ehegestern nämlich hatt’ ihn
Des Himmels Segen ihr vereint.
Allein kein taubenhaft Gebahren
Zeugt von so jungem Ehebund –
Sie sind ja Nacht und Tag gefahren,
Das bringt die Stimmung auf den Hund.
Ihn kann man etwas üppig finden,
Ihr mangelt jeder Fülle Spur;
Es unterscheidet vorn und hinten
Nur wenig sich in der Kontur.
Die Augen grau, der Mund gewöhnlich,
Kinn flüchtig und die Nase breit,
Der ganze Stil höchst unpersönlich,
Von selbstbewusster Nichtigkeit.
Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv
Bu şiiri puanla
Henüz puan verilmemiş