Das Ende der Noth

F Friedrich Hofmann
0 Altın Yaprak
Es trommelt zum Krieg, und das Scheiden thut weh. „Ade, Weib und Kinder, lieb Mutterl, ade! Und trifft mich die Kugel, die feindliche, dort, Ist der König Euch Vater, und der König hält Wort.“ – Wohl steigt in die Berge mit Briefen der Bot’, Und wie leicht ist die Noth, sind die Siegel noch roth! Verwunden wird viel, hat das Herz noch sein Ziel: Um die Lieb’ und das Leben erträgt man gar viel. Doch bringt Dir der Bote ein Brieflein daher, Und das Siegel ist schwarz: wird die Noth so schwer. Da schreit sie zum Himmel, da tobet der Schmerz; Da trifft sein Blei auch die Lieben in’s Herz. Und hat sich die Zeit auf die Schmerzen gesenkt Und vom Grabe den Blick in die Zukunft gelenkt, Dann fehlt erst der Vater, dann wird erst der Tod Der wahre Verkünder von Elend und Noth. Wohl ist auf den Bergen der Himmel nicht fern Und so nahe der schönste, der herrlichste Stern: Das Gottvertrau’n, das die Macht nicht verlor, Ob das Elend schauet aus Fenster und Thor. Und siehe! da eilt mit dem Briefe der Bot’: Fünf Siegel verkünden das Ende der Noth. Des Vaters Trost erfüllte sich dort Für Wittwen und Waisen; ja, der König hält Wort.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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