Vor dem Weihnachtsbaum
F Friedrich Hofmann
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Altın Yaprak
Die Tanne hat im Wald gelacht,
Ihr träumte von der Weihnacht Kerzen.
Nun strahlet sie in ihrer Pracht
Am höchsten Fest der Kinderherzen!
Das ist der deutschen Tanne Stolz:
Kein Baum in allen Erdenreichen,
Selbst nicht der Ceder heil’ges Holz,
Kann sich an Ehren ihr vergleichen.
Sie weiht zum Tempel jedes Haus,
Wo eines Kindes Augen funkeln,
Und schmückt den Traum des Lebens aus
Vom ersten Schritte aus dem Dunkeln.
Siehst Du die Hütte? Schier erdrückt
Der Schnee das Strohdach. Doch darunter
Ist jetzt der Armen Herz beglückt
Von ihres Glaubens schönstem Wunder.
Die Hand erwarb mit schwerer Hast
Für’s Tannenbäumlein die paar Lichte,
Nun ist vergessen Harm und Last
Im Glanz der kleinen Angesichte.
Wie ehr’ ich Dich, Du armer Mann!
Dir lacht das Herz. Und wie bescheiden
Dein Baum auch strahlt: die Hütte kann
Heut nimmer der Palast beneiden.
Auch dort im hohen Schloß voll Pracht
Ward heut der Wächterruf vernommen,
Die Kinderaugen sind erwacht,
Das Christkindlein ist ja gekommen.
Wie prangt am Baum von Gaben schwer
An jedem Aestlein jede Spanne! –
Die Herzen lachen drum nicht mehr,
Als vor des armen Mannes Tanne.
Lauscht nicht ein Aermrer noch am Thor?
O laßt ihn nicht im Dunkel beben,
Hebt ihn zu eurer Luft empor,
Und doppelt wird sie euch erheben.
Was sie im Haupt erwägen mag,
Die junge Mutter vor dem Baume?
Ob der Erfüllung Wonnetag
Hervorbricht jetzt aus langem Traume?
Heil ihr, daß ihren höchsten Ruhm
Sie heute in der Pflicht empfinde,
Zu wahren als ein Heiligthum
Ein deutsches Herz im deutschen Kinde.
Denn wie kein deutsches Auge läßt
Vom Tannenbaum mit seinen Kerzen,
So bleibt der deutschen Weihnacht Fest
Das heiligste der deutschen Herzen.
Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv
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