Das Schicksal (Hölderlin)

F Friedrich Hölderlin Friedrich Hölderlin
0 Altın Yaprak
Als von des Friedens heil’gen Thalen, Wo sich die Liebe Kränze wand, Hinüber zu den Göttermahlen Des goldnen Alters Zauber schwand, Als nun des Schicksals eh’rne Rechte, Die große Meisterin, die Noth, Dem übermächtigen Geschlechte Den langen, bittern Kampf gebot: Da sprang er aus der Mutter Wiege, Da fand er sie, die schöne Spur. Zu seiner Tugend schwerem Siege, Der Sohn der heiligen Natur; Der hohen Geister höchste Gabe, Der Tugend Löwenkraft begann Im Siege, den ein Götterknabe Den Ungeheuern abgewann. Es kann die Lust der goldnen Ernte Im Sonnenbrande nur gedeih’n; Und nur in seinem Blute lernte Der Kämpfer, frei und stolz zu seyn; Triumph! Die Paradiese schwanden, Wie Flammen aus der Wolke Schoos, Wie Sonnen aus dem Chaos, wanden Aus Stürmen sich Heroen loß.

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