Der Fliegende Holländer (Heym)

G Georg Heym
0 Altın Yaprak
Wie Feuerregen füllt den Ozean Der schwarze Gram. Die großen Wogen türmt Der Südwind auf, der in die Segel stürmt, Die schwarz und riesig flattern im Orkan. Ein Vogel fliegt voraus. Sein langes Haar Sträubt von den Winden um das Haupt ihm groß. Der Wasser Dunkelheit, die meilenlos, Umarmt er riesig mit dem Schwingenpaar. Vorbei an China, wo das gelbe Meer Die Drachendschunken vor den Städten wiegt, Wo Feuerwerk die Himmel überfliegt Und Trommeln schlagen um die Tempel her. Der Regen jagt, der spärlich niedertropft Auf seinen Mantel, der im Sturme bläht. Im Mast, der hinter seinem Rücken steht, Hört er die Totenuhr, die ruhlos klopft. Die Larve einer toten Ewigkeit Hat sein Gesicht mit Leere übereist. Dürr, wie ein Wald, durch den ein Feuer reist. Wie trüber Staub umflackert es die Zeit. Die Jahre graben sich der Stirne ein, Die wie ein alter Baum die Borke trägt. Sein weißes Haar, das Wintersturmwind fegt, Steht wie ein Feuer um der Schläfen Stein. Die Schiffer an den Rudern sind verdorrt, Als Mumien schlafen sie auf ihrer Bank. Und ihre Hände sind wie Wurzeln lang Hereingewachsen in den morschen Bord. Ihr Schifferzopf wand sich wie ein Barett Um ihren Kopf herum, der schwankt im Wind. Und auf den Hälsen, die wie Röhren sind, Hängt jedem noch ein großes Amulett. Er ruft sie an, sie hören nimmermehr. Der Herbst hat Moos in ihrem Ohr gepflanzt, Das grünlich hängt und in dem Winde tanzt Um ihre welken Backen hin und her. II. Dich grüßt der Dichter, düsteres Phantom, Den durch die Nacht der Liebe Schatten führt, Im unterirdisch ungeheuern Dom, Wo schwarzer Sturm die Kirchenlampe schürt, Die lautlos flackert, ein zerstörtes Herz, Von Qual durchlöchert, und die Trauer krankt Im Tode noch in seinem schwarzen Erz. An langen Ketten zittert es und schwankt. Sein roter Schein flammt über Gräber hin. An dem Altare kniet ein Ministrant, Zwei Dolche in der offnen Brust. Darin Noch schwält und steigt trostloser Liebe Brand. Durch schwarze Stollen flattert das Gespenst. Er folgt ihm blind, wo schwarze Schatten fliehn, Den Mond an seiner Stirn, der trübe glänzt, Und Stimmen hört er, die vorüberziehn Im hohlen Grund, der von den Qualen schwillt, Mit dumpfem Laut. Ein ferner Wasserfall Pocht an der Wand, und bittre Trauer füllt Wie ein Orkan der langen Treppen Fall. Fern kommt ein Zug von Fackeln durch ein Tor, Ein Sarg, der auf der Träger Schultern bebt Und langsam durch den langen Korridor In trauriger Musik vorüberschwebt. Wer ruht darin? Wer starb? Der matte Ton Der Flöten wandert durch die Gänge fort. Ein dunkles Echo ruft er noch, wo schon Die Stille hockt an dem versunk’nen Ort. Das Grau der Mitternacht wird kaum bedeckt Von einer gelben Kerze, und es saust Der Wind die Gänge fort, der bellend schreckt Den Staub der Grüfte auf, der unten haust. Maßlose Traurigkeit. In Nacht allein Verirrt der Wandrer durch den hohen Flur, Wo oben in der dunklen Wölbung Stein Gestirne fliehn in magischer Figur.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

Bu şiire çeviri ekle ·

Bu şiiri puanla

Henüz puan verilmemiş

Yıldıza dokunarak 1–10 arası puan ver

Yorumlar

Yorum yapmak için giriş yapmalısın.

Giriş yap

Bu şiire henüz yorum yapılmamış. İlk sen ol.

Sana daha iyi bir okuma deneyimi sunabilmek için sitemizde çerez kullanıyoruz. Kişisel verilerin KVKK ve GDPR kapsamında işlenir; hangi çerezlere izin verdiğini dilediğin zaman değiştirebilirsin.