Am 17. Februar 1815

G Gustav Schwab
0 Altın Yaprak
Am 17. Februar 1815. So feir’ ich denn mit Thränen Einsamen Leiertönen Den freudenreichen Tag! Sie möcht’ ich grüßend küssen, Und kann, ach, doch nicht wissen, Wie es zu ihr gelangen mag. Verbund’nen treuen Seelen Kann’s nie an Boten fehlen Zu ew’gem Wechselgruß, Da giebt es keine Ferne, Sie schauen in die Sterne, Da regnet Brief herab und Kuß. Du lichte, nächt’ge Bläue, Du nimmst den Schwur der Treue Von meinen Lippen auf; Er säuselt wohl hinüber, Er weht an ihr vorüber, Sie aber achtet nicht darauf. Ich will sie nicht bethören, Mag sie es überhören, Mag ich vergessen seyn! Dringt, was ich für sie flehe, Nur zu der ew’gen Höhe, Nur in den treuen Himmel ein. Laß ihr die Wangen blühen, Die dunkeln Augen glühen, O du der Liebe Hort! Doch wen sie soll entzünden In feines Herzens Gründen, Dem schenk’ auch ihre Huld sofort. Für mich nicht will ich bitten, Ich habe mir erstritten Ein fest und ruhig Herz! Nur, kann sie nichts erwiedern, So spar’ auch andern Brüdern Unangehörter Liebe Schmerz. Doch willst du Lieb’ und Leben Dem keuschen Busen geben, So thu’s in diesem Jahr! Ich will es fröhlich schauen, Laß schweben aus dem Blauen Den Brautkranz ihr in’s dunkle Haar.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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