Conradin

G Gustav Schwab
0 Altın Yaprak
Conradin. Kaum ist der Frühling im Erwachen, Es blüht der See , es blüht der Baum, Es blüht ein Jüngling dort im Nachen, Er wiegt sich in der Wellen Schaum. Wie eine Rosenknospe hüllet Ein junges Purpurkleid ihn ein, Und unter einer Krone quillet Sein Haar von güldenerem Schein. Es irret auf den blauen Wellen Sein sinnend Auge, wellenblau, Der Leyer, die er schlägt, entschwellen Gesänge von der schönsten Frau. Des ersten Donners Stimmen hallen, Im Süden blitzt es blutig roth; Er läßt sein Lied nur lauter schallen, Ihn kümmert nichts, als Liebesnoth. Und wenn er Minne sich errungen, So holt er sich dazu den Ruhm, Und herrscht vom Lorberkranz umschlungen In seiner Väter Eigenthum. Kind! wie du stehst im schwanken Kahne, So rufet dich ein schwanker Thron, Vertrau’ dem Schatten nicht, dem Ahne, Verlaßner, armer Königssohn! Du bist so stolz und unerschrocken, Du sinkest, eh’ du es geglaubt, Es sitzt die Kron’ auf deinen Locken, Als träumte nur davon dein Haupt! – Er höret keine Warnungsstimme, Schwimmt singend auf dem Abgrund hin, Was weiß er von des Sturmes Grimme? Nach Lieb’ und Leben steht sein Sinn. So gieb ihm Leben, gieb ihm Liebe, Du wonnevolles Schwabenland, Verdopple deine Blüthentriebe, Knüpf’ ihm der Minne seel’ges Band! Es hat zu leben kurz der Knabe, Hauch’ ihm entgegen Lebensluft, Durchwürze jede kleine Gabe Mit ew’ger Jugend Blüthenduft! Mach’ ihm den Augenblick zu Jahren, Den er an diesen Ufern lebt, Daß er mit ungebleichten Haaren An Freude satt gen Himmel schwebt! Was ist’s? er läßt die Leyer fallen, Er springt an’s Ufer, greift zum Schwerdt, O seht ihn über Alpen wallen Mit treuen Männern, hoch zu Pferd! Der Lust, der Liebe Lieder schweigen, Er glüht von edlerem Gelüst; Er will der Väter Thron besteigen – Und wandelt auf das Blutgerüst. Was willst du mit der Blumen Kranze Du grünes seebespültes Land? Was willst du, Luft, mit blauem Glanze? Was willst du, leerer Kahn, am Strand? Ihr schmücktet euch zu seiner Wonne, Hin ist er ohne Wiederkehr! Wirf einen Schleier um, o Sonne! Der letzte Staufen ist nicht mehr!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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