Die Feien des Ursulenberges
G Gustav Schwab
0
Altın Yaprak
Die Feien des Ursulenberges.
Wenn die Nebel Schleier weben
Um Gebirg und Flur,
Regt in der Natur
Sich ein and’res Leben.
Aus den Blumen, die sich neigen
In der Erde Kluft,
Vor des Winters Luft,
Ihre Seelen steigen.
Anzuschau’n wie zarte Weiber
Schweben sie heraus
Aus des Berges Haus,
Jungfräuliche Leiber.
Mit dem Blau der Genziane,
Mit der Lilje Glanz,
Mit des Rosenbrands
Gluthen angethane;
Flattern, wenn sie Lichter sehen,
In die Hütten, wo
Spinnerinnen froh
Seid’ne Fäden drehen.
Setzen an der Mägde Kunkel,
Luft’ge Gäste, sich,
Spinnen emsiglich
Durch der Nächte Dunkel,
Und von ihren Lippen wallen
Worte leicht und leis,
Gold’ner Sagen Preis,
Die behagen Allen.
Von des Berges tiefen Spalten,
Wo in ew’ger Nacht
In dem kühlen Schacht
Blumen Hochzeit halten.
Von der Erdengeister Treiben,
Fürstlichem Geschlecht,
Und von Gnom und Knecht,
Und von Wasserweiben.
Und die Spindel rollet Allen
Lustig durch die Hand,
Bis daß an der Wand
Morgenlichter wallen.
Da entschlüpfen schnell die Frauen:
An des Bergs Gestein
Sind die sel’gen Fei’n
Nebeln gleich zu schauen.
Doch der Flachs ist abgesponnen,
Und die Spindel ruht,
Und ein zehnfach Gut
Jede hat gewonnen.
Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv
Bu şiiri puanla
Henüz puan verilmemiş