Pferd und Esel

H Heinrich Heine Heinrich Heine
0 Altın Yaprak
Auf eisernen Schienen, so schnell wie der Blitz, Dampfwagen und Dampfkutschen, Mit dem schwarzbewimpelten Rauchfangmast, Prasselnd vorüberrutschen. Der Troß kam einem Gehöft vorbei, Wo über die Hecke guckte Langhalsig ein Schimmel; neben ihm stand Ein Esel, der Disteln schluckte. Mit stierem Blick sah lange das Pferd Dem Zuge nach. Es zittert An allen Gliedern, und seufzt und spricht: Der Anblick hat mich erschüttert! Wahrhaftig, wär’ ich nicht von Natur Bereits gewesen ein Schimmel, Erbleichend vor Schrecken wär’ mir die Haut Jetzt weiß geworden; o Himmel! Bedroht ist das ganze Pferdegeschlecht Von schrecklichen Schicksalsschlägen. Obgleich ein Schimmel, schau’ ich jedoch Einer schwarzen Zukunft entgegen. Uns Pferde tödtet die Concurrenz Von diesen Dampfmaschinen – Zum Reiten, zum Fahren wird sich der Mensch Des eisernen Viehes bedienen. Und kann der Mensch zum Reiten uns, Zum Fahren uns entbehren – Ade der Hafer! Ade das Heu! Wer wird uns dann ernähren?

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Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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