Im Hurliberge (Kämpchen)

H Heinrich Kämpchen
0 Altın Yaprak
(Eine Volkssage.) Der Hurliberg, der alte, Ragt weit ins Land hinein, Und wenn die Sonne strahlet, Umglüht ihn gold’ner Schein. Dort wohnt die graue Sage Und hält getreulich Hut Beim Schatze, der im Hurli Wer weiß wie lange ruht. Einst hat der Wichtelkönig Ihn tief darin versenkt, Als er von bösen Menschen In seinem Recht gekränkt. Doch wer die Stund’ erpasset Und kennt das Zauberwort, Dem tut sich auf die Halle Im grauen Felsen dort. Der sieht Geräte silbern Und gülden ohne Zahl, Und kann davon sich wählen Ganz frei nach eig’ner Wahl. Ein Hirt’ vor vielen Jahren Erschaute diese Pracht, Doch in der Gier des Wählens Hat er der Zeit nicht acht. Die Stunde ist verronnen, Zu spät gemahnt’s ihn dran – Umsonst sein Fleh’n und Pochen, Ihn hält der Zauberbann. Er muß im Berg verharren, So lautet das Gebot, Bis ihn ein and’rer wieder Befreit aus seiner Not. Und wer in stillen Nächten Am Hurliberge geht, Hört oft ein fernes Tönen, Wie halb vom Wind verweht. Es klingt wie dumpfes Klagen Aus tiefer Bergeskluft – Das ist der arme Hirte, Der nach Erlösung ruft.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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