Sicheln

J Jayanta Mahapatra Jayanta Mahapatra
0 Altın Yaprak
Der Staub, nun scheinbar ohne Hast, durchsegelt die Luft. Ein zehn Jahre altes Mädchen rennt ihren heimziehenden Kühen nach durch das kunstvolle Dämmerlicht und schaut, als wir vorbeigehen, kurz, doch ob sie uns gesehen hat, erkennt man nicht. Das letzte Tageslicht überrascht uns, und plötzlich stehen wir am endlosen, einsamen Strand. Und ein kurzes Verlangen, sich zu lieben. Frauen auf dem Heimweg von reifen Kornfeldern halten Sicheln in den müden Händen. Die geschnittenen Halme kleben an den stillen Hölzern. Wie wenig ich mich selbst verstehe, unter Kindern, die schon Mütter sind bevor die Fluten kommen und das Schilf am Ufer nässen; unter begehrten Frauen, auch wenn uns gleichgültig ist, was sie umtreiben mag. Wie glänzen die Sicheln vom roten Sonnenuntergang im Zwielicht ihrer Venen verborgen. Aus dem Englischen von Olaf Schenk

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