Kolbachthal

J Johann Georg Fischer
0 Altın Yaprak
Wie freust du dich, Erde, Daß im Lichte du wandelst Jenes kurze Weilchen, Welches Jahrtausende, Welches Millionen Jahre wir nennen, Daß du jetzo wandelst Den Augenblick lang In jenem goldnen Himmelsstriche des Raums, der Zeiten, Der auf deine Flächen Grüne Gefilde und Silbergewässer, Herrliche Völker und Thaten zeichnet, Leben und Kunst. Wie freust du dich, Erde, Deines grünenden Wandels! Ich freue mich auch Und wandle mit dir, mein Kind, an der Hand, Und es führt uns der Freund, Der kunstreich schauende, Kunstreich bildende, sinnende Freund So wandeln wir, Zeitaltern vergleichbar, Wir einzelnen Jungen und Alten zusammen, In einem der tiefen, Leuchtenden Gründe des herrlichen Schwarzwalds, Wandeln am Bache Aufwärts, aufwärts, den Quell zu finden. Gegen einander, drückend und stützend, Aber unendlich erfind’risch an Formen Sind sie gelagert, die schweigenden Felsen, Von Rankenschnüren und mächtigen Farnen Gleich wehenden Haaren überhangen. Thurmhoch ragen, Den Himmel zu fassen, die Stämme der Tannen; Den Abgrund packen Der Riesenwurzeln klammernde Fänge, Doch im Moose streifen Des Sonnenlichtes spielende Finger, Und dazwischen plätschert des Baches Gerede Jedem Steine sein rieselndes Lied.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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