Behüt Dich Gott!

J Joseph Victor von Scheffel
0 Altın Yaprak
Behüt Dich Gott! Das ist im Leben häßlich eingerichtet, Daß bei den Rosen gleich die Dornen steh’n, Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet, Zum Schlusse kommt das Voneinandergeh’n. In Deinen Augen hab’ ich einst gelesen, Es blitzte drin von Liebe, Glück und Schein: Behüt Dich Gott! es wär’ zu schön gewesen, Behüt Dich Gott, es hat nicht sollen sein. Leid, Neid und Haß, auch ich hab’ sie empfunden, Ein sturmgeprüfter müder Wandersmann. Ich träumt’ von Frieden dann und stillen Stunden, Da führte mich der Weg zu Dir hinan. In Deinen Armen wollt’ ich ganz genesen, Zum Danke Dir mein junges Leben weih’n: Behüt Dich Gott! es wär’ zu schön gewesen, Behüt Dich Gott, es hat nicht sollen sein. Die Wolken flieh’n, der Wind saust durch die Blätter, Ein Regenschauer zieht durch Wald und Feld, Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter, Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt; Doch wend’ es sich zum Guten oder Bösen, Du schlanke Maid, in Treuen denk’ ich Dein! Behüt Dich Gott! es wär’ zu schön gewesen, Behüt Dich Gott, es hat nicht sollen sein. Behüt Dich Gott, es hat nicht sollen sein.Victor Scheffel.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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