Wintertrost

J Julius Lohmeyer
0 Altın Yaprak
Im Verblassen und Entfärben Siecht dahin die welke Au, Und der Wald, gefaßt zum Sterben, Ragt umflort in’s Nebelgrau. Flücht’ge Vogelschaaren ziehen Nach des Südens Sonnenflur; Ein Verlassen und Entfliehen Geht erschreckt durch die Natur. Nebelhauch und Abenddämmern Hüllen Wiese, Berg und Wald. Einer Mühle fernes Hämmern Friedlich noch herüberschallt. Doch kein Lichtschein ist zu schauen Auf den Feldern kahl und weit; Und im Herzen banges Grauen, Schreit’ ich durch die Einsamkeit, Bis ein Glanzstreif aus der Ferne Durch der Parknacht Dunkel fließt Und gleich einem guten Sterne Mich mein heimisch Dach begrüßt. Froh mich kündend, schallt mein Rufen Hell zu meiner Lieben Ohr, Und mit freud’ger Hast die Stufen Flieg’ ich zum Gemach empor. Sei gegrüßt mir, trautes Stübchen, All ihr Aeuglein blank und frisch, Ros’ge Mädchen, braune Bübchen Um den lichtbestrahlten Tisch! Nimm dahin mit Sturmgebrause, Rauher Nord, des Sommers Pracht! Hier im glückgeborgnen Hause Ist ein neuer Lenz erwacht. Hülle die erstarrte Erde Mondenlang in Schnee und Eis! Hier am traulich warmen Herde Regt sich fröhlich Lust und Fleiß. Märchenträume, Zauberwonne Spinnen uns in lichte Pracht, Und des Christbaums Freudensonne Strahlt durch unsre Winternacht.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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