Das traurige Turnei

L Ludwig Uhland Ludwig Uhland
0 Altın Yaprak
Es ritten sieben Ritter frei, Mit Schilden und mit Speeren, Sie wollten halten gut Turnei, Des Königs Kind zu Ehren. Und als sie sahen Thurm und Wall, Ein Glöcklein hörten sie drüben; Und als sie traten in Königs Hall’, Da sahen sie Kerzen sieben. Da sahen sie liegen, todesblaß, Die holde Adelheide, Der König zu ihrem Haupte saß In großen Herzeleide. Da sprach der stolze Degenwerth: „Das muß ich immer klagen, Daß ich umsonst gegürt’t mein Pferd, Mein Schild und Speer getragen.“ Drauf sprach der jung’ Herr Adelbert: „Wir sollen das nicht klagen! Des Königs Tochter ist immer werth, Daß wir drum stechen und schlagen.“ Herr Walther sprach, ein Ritter kühn: „Nach Hause wollen wir reiten, Es kann uns wenig Heil erblühn, Um eine Todte zu streiten.“

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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