Der Rosenkranz (Uhland)

L Ludwig Uhland Ludwig Uhland
0 Altın Yaprak
In des Maies holden Tagen, In der Aue Blumenglanz, Edle Knappen fechten, jagen Um den werthen Rosenkranz. Wollen nicht mit leichtem Finger Blumen pflücken auf dem Plan, Wollen sie, als wackre Ringer, Aus der Jungfrau Hand empfahn. In der Laube sitzt die Stille, Die mit Staunen Jeder sieht, Die in solcher Jugendfülle Heut zum ersten Male blüht. Volle Rosenzweig’ umwanken, Als ein Schattenhut, ihr Haupt; Reben mit den Blüthenranken Halten ihren Leib umlaubt. Sieh! im Eisenkleid ein Reiter Zieht auf krankem Roß daher, Senkt die Lanz’, als müder Streiter, Neigt das Haupt, wie schlummerschwer. Dürre Wangen, graue Locken; Seiner Hand entfiel der Zaum. Plötzlich fährt er auf, erschrocken, Wie erwacht aus bangem Traum.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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