Von den sieben Zechbrüdern

L Ludwig Uhland Ludwig Uhland
0 Altın Yaprak
Ich kenne sieben lust’ge Brüder, Sie sind die durstigsten im Ort, Die schwuren höchlich, niemals wieder Zu nennen ein gewisses Wort, In keinerlei Weise, Nicht laut und nicht leise. Es ist das gute Wörtlein: Wasser, Darin doch sonst kein Arges steckt. Wie kömmt’s nun, daß die wilden Prasser Dies schlichte Wort so mächtig schreckt? Merkt auf! ich berichte Die Wundergeschichte. Einst hörten jene durst’gen Sieben Von einem fremden Zechkumpan, Es sey am Waldgebirge drüben Ein neues Wirthshaus aufgethan, Da fließen so reine, So würzige Weine. Um einer guten Predigt willen Hätt’ Keiner sich vom Platz bewegt, Doch gilt es, Gläser gut zu füllen, Dann sind die Bursche gleich erregt. „Auf, lasset uns wandern!“ Ruft Einer dem Andern.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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